Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Burnout der Natur – 20.04.20

Die Bäume und Sträucher blühen und duften herrlich. Es ist eine wunderschön anzusehende Blütenpracht. Doch der Schein trügt. In Wirklichkeit befinden wir uns in einer Großfeldstudie mit gefährlichem Ausgang. Die Umsetzung des Green Deals der EU und die Programme des Pariser Klimaabkommens haben damit jetzt oberste Priorität und dürfen nicht weiterverschoben werden. Denn der Ökologe Johannes Gepp warnt: Wenn Bäume und Sträucher trotz Trockenheit ihre Energie so intensiv in die Vermehrung setzen, deute dies auf ein Angstblühen und auf starken Stress hin. Gedanken zum Tag 37.
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

berggeist007 / pixelio.de

Aussterben – 19.04.20

Dass die Show „One World: Together at Home“ mit einer derartigen Starbesetzung stattfindet, zeigt wie wie ernst die Lage ist. Wir betrachten uns zum ersten Mal in der Geschichte als vom Aussterben bedrohte Spezies. Und das sind wir tatsächlich!
Eine aktuelle Studie prognostizierte, dass große Teile der Ökosysteme ins Stocken geraten und ein plötzliches Aussterben verursachen werden, die für die Tierwelt und für uns Menschen, die davon abhängig sind, katastrophal sein wird. Wir haben jetzt viel zu tun, wenn wir nicht auszusterben wollen! Gedanken am Tag 36.
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S. Hofschlaeger / pixelio.de

Konkurrenzdenken – 18.04.20

Es gibt derzeit keine bedeutenden Events mit heimischen und internationalen VIPs, keine Heurigen-Treffen, keine Opern- und Kino-Premieren, keine Galas, keine Oscar-Verleihungen, keine Sport-Highlights, keine Adabeis, keine Society-Löwen, keine Schickeria und kein Szenepublikum, dessen Party-Eskapaden durch den Boulevardjournalismus an die breite Öffentlichkeit getragen werden könnte. Die Gesellschafts-Berichterstattung ist ruhend gestellt. Corona zeigt uns jetzt einmal gut, dass wir alle gleich sind. Ein Konkurrenzdenken angesichts unserer Gesundheit hat nämlich wirklich keinen Platz. Gedanken zum Tag 36.
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Rainer Sturm / pixelio.de

Ruhe – 17.04.20

Der Coronavirus Lockdown hat die Welt in eine Pause versetzt. Plötzlich herrscht eine Leere und Stille, wie wir sie schon lange nicht mehr kannten. Die Natur holt Luft, während wir Menschen unsere Luft anhalten. Die Verlangsamung unseres Lebens bietet Forschern die seltene Gelegenheit, die Welt unter neuen Bedingungen zu studieren. Heute am Tag 34 habe ich ein paar interessante Forschungsergebnisse zusammengesucht – von Hummeln und Wale.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

uschi dreiucker / pixelio.de

Erinnerungen – 16.04.20

Heute am Tag 33 vor 100 Tagen wurde die türkis-grüne Bundesregierung angelobt. Seit diesen 100 Tagen ist viel passiert. Ja die Corona-Krise ist ausgebrochen. Aber nicht nur das. Diese Regierung hat eine noch nie dagewesene Kommunikations-Strategie gestartet. Keiner kann behaupten, dass diese Regierung nichts im Griff hätte. Weder in Bezug auf die Kommunikation, noch in Bezug auf Kontrolle und Überwachung. Die digitale Verhaltenserfassung unter staatlicher Aufsicht löst in mir ein mulmiges Gefühl aus.
Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Alfred Patuschka / pixelio.de

Selbstzerstörung – 15.04.20

Während sich die Pandemie weiterentwickelt, zeigt sie unsere Schwachstellen auf – im Sozial- und Gesundheitssystem und Wirtschafts- und Finanzsystem. Unsere Einstellung zum „Wachstum um jeden Preis“ im Industriezeitalter ist zu einem Rezept für Selbstzerstörung geworden. Als Burn-Out-Beraterin kann ich heute am Tag 32 dazu nur sagen: Genau so fühlt sich ein herannahendes Burn-Out an. Das aber noch aufzuhalten ist. Wenn wir die Selbstzerstörung stoppen.
Foto: Alfred Patuschka / pixelio.de

Julien Christ / pixelio.de

Einlenken – 14.04.20

Wow! Was für ein richtungsweisendes Gutachten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina wurde gestern veröffentlicht. Ich habe es heute am Tag 31 überflogen. Darin steht, dass es eine Wiederherstellung des vorherigen Status nicht mehr geben kann. Eine transparente Kostendiskussion muss nun geführt werden, die auch die massiven externen Kosten von Klima-, Umwelt- und daraus resultierende Gesundheitsschäden berücksichtigt.
Foto: Julien Christ / pixelio.de

Wendepunkt – 13.04.20

Vor einem Monat am 13.März 20 hat für mich und uns alles begonnen. Das war der Freitag der 13te. Dies ist üblicherweise ein Glückstag für mich. Vielleicht war es dies von einer Metaebene aus gesehen auch. Denn damit ist ein Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte angebrochen. Nach dieser Krise ist es an der Zeit, den Planeten nachhaltig zu gestalten. Es wird keine zweite Chance mehr geben. Das meint auch der Ökonom und Bestsellerautor Jeremy Rifkin. Gedanken zum Tag 30.
Foto: Shutterstock von NicoElNino

daniel stricker / pixelio.de

Neubeginn – 12.04.20

Kein üppiges Familien-Festessen. Kein Ski-Urlaub mit Sonnentanken. Keine Rom-Reise für Gläubige. Kein Oster-Städte-Trip für Kulturfans. Genau das ist Ostern. Kein Konsum. Kein Kommerz. Es ist die Zeit der Wiedergeburt. Es ist die Zeit der Erneuerung und unsere Chance auf ein Neubeginn im Einklang mit der Natur. Jeder von uns kann jetzt etwas bewirken – an jedem einzelnen Tag. Ein symbolträchtiger Tag findet somit heute am Ostersonntag und am Tag 29 statt.
Foto: daniel stricker / pixelio.de

Rike / pixelio.de

Herzensangelegenheit – 11.04.20

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Dieser liebenswürdige Auszug aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry fiel mir heute am Tag 28 gleich nach dem Aufwachen ein. Und erinnerte mich daran, dass es ein Wissen und eine Schönheit gibt, die nicht im Außen zu sehen sind, nicht im Außen nachweisbar sind. Die Corona-Krise wird vorbeigehen und ich bin mir sicher, dass diese Zeit eine positive Veränderung für uns alle bringt.
Foto: Rike / pixelio.de