Drei Gründe können unsere Entscheidungsfähigkeit steuern, ob wir in einer Beziehung bleiben sollen oder gehen wollen.
09.05.2012
Soll ich gehen oder bleiben?
Es kann drei Gründe dafür geben, warum wir die Antwort "Soll ich gehen oder bleiben?" in einer Beziehung manchmal nicht beantworten und uns daher nicht entscheiden können. Wir haben Diplom- und Paartherapeuten Volker Drewes dazu befragt.
Es ist einfach angenehm, so wie alles in der Beziehung ist
Kennen Sie das? Das sind die praktischen Gründe. Denn eine Trennung kann Vieles unangenehm machen. Daher sind es oft äußere Umstände wie beispielsweise innerfamiliäre Konflikte, in Form von Erwartungshaltungen oder Verantwortungsgefühlen gegenüber eigener Kinder, welche eine Trennung erschwert. Natürlich auch finanzielle Aspekte können vor allem Frauen in eine Abhängigkeitsfalle drängen.
Alleine sein ist erniedrigend
Das sind Gründe aufgrund innerer Überzeugung wie etwa auch "Es ist eine Niederlage, wenn ich die Beziehung beende." oder "Ich bin zu alt, um eine neue Beziehung zu finden."
Diplompsychologe Drewes nennt dies alles als typische Anschauungen, die Abhängigkeiten zu Folge haben und uns an einer Trennungsentscheidung hindern können. Denn derartige Gedanken erzeugen Ängste und erschweren die Loslösung.
Diplompsychologe Drewes nennt dies alles als typische Anschauungen, die Abhängigkeiten zu Folge haben und uns an einer Trennungsentscheidung hindern können. Denn derartige Gedanken erzeugen Ängste und erschweren die Loslösung.
Hunger nach Zuneigung
Wenn das Unterbewusste sagt: "Ich bin halt einfach so" so könnte Drewes zufolge auch die Wurzeln für Abhängigkeitsverhältnisse dahinterstecken, welche in der frühen Kindheit verankert sind. Er formuliert das abschließend so:: "Die Art und Weise, wie eine nahe Bezugsperson auf ein Kind eingeht - oder auch nicht - hat eine bedeutsame Wirkung auf die Beziehungsfähigkeit im Erwachsenenalter"
Mangelnde Zuneigung oder auch eine nicht eingestandene Autonomie, können insofern zu einem bleibenden Zuneigungshunger führen.
Mangelnde Zuneigung oder auch eine nicht eingestandene Autonomie, können insofern zu einem bleibenden Zuneigungshunger führen.
Zur Person:
Diplompsychologe Volker Drewes arbeitet seit 1980 nach dem Studium an der Freien Universität Berlin in Amsterdam und Berlin in seiner privaten ambulanten Praxis in Berlin-Charlottenburg. Nähere Infos: www.beratung-therapie.de
Ausführlich über dieses Thema lesen Sie auch im
Magazin "scheidung"
zum Thema "Vermögensaufteilung"
Ausgabe 02 / Jänner 2011
auf Seite 44-49 im Artikel
"Ohne Dich kann ich nicht sein".
Diplompsychologe Volker Drewes arbeitet seit 1980 nach dem Studium an der Freien Universität Berlin in Amsterdam und Berlin in seiner privaten ambulanten Praxis in Berlin-Charlottenburg. Nähere Infos: www.beratung-therapie.de
Ausführlich über dieses Thema lesen Sie auch im
Magazin "scheidung"
zum Thema "Vermögensaufteilung"
Ausgabe 02 / Jänner 2011
auf Seite 44-49 im Artikel
"Ohne Dich kann ich nicht sein".

