Gewalt ist nicht männlich

“Gewalt ist nicht nur männlich” so wäre der Titel für die Veranstaltung heute Abend treffender gewesen. Dies hat Wirtschaftscoach und Psychotherapeutin Christine Bauer-Jelinek, Leiterin des Instituts für Macht-Kompetenz in Wien und Autorin des Buches „Der falsche Feind“ formuliert. So hieß die Veranstaltung aber nicht. Sondern sie trug lediglich den Titel “Gewalt ist nicht männlich” und war von Martin Stiglmayr vom Verein Väter ohne Rechte richtig gewählt. Mit am Podium im Raum Ferstel des Hotels Regina saßen Juristin Brigitte Hornyik, vom Österreichischen Frauenring und vom Verein Österreichischer Juristinnen, und Moderator Andreas Unterberger, ehemaliger Chefredakteur „Die Presse“ und „Wiener Zeitung“.

Martin Stieglmayer wollte polarisieren und dies gelang ihm auch. Er rüttelte wach. Er zeigte auf, dass die Gewalt-Zahlen und -Studien jahrelang falsch präsentiert wurden und noch immer werden. Selbst die bekannte Gewaltprävalenzstudie des BMWFJ aus dem Jahre 2011 rückte er in ein neues Licht. Er schilderte die vielen von ihm entdeckten Mängel, welche damals ausgewiesen und unter den Tisch gekehrt wurden. Sowohl von Politikern wie auch von Medien, die allesamt zu wenig reflektiert haben, dass Gewalt einfach nicht geschlechtsspezifisch ist und nicht nur Männern zugewiesen werden kann.

Wieso sollte Gewalt denn auch etwas mit der Genderdebatte zu tun haben? Bemerkenswert, dass dies irgendjemand annehmen, in einer Studie erfragen und dann in der Öffentlichkeit darstellen konnte. Ja, Männer und Frauen sind vielleicht unterschiedlich, anders, differenziert – aber Frauen sind sicherlich nicht die besseren Menschen und weniger gewalttätig. Die Studien, welche das beweisen, werden wahrscheinlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Denn es ist noch nicht geklärt, ob das Frauenministerium diese finanzieren will.

Links von der Veranstaltung mit den Experten
1 Teil:

2Teil:

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