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Die Versteinerung – 16.03.20

Wir befinden uns in einer Krise, genau genommen in der 1. Phase einer Krise am Tag 2. Diese nennt sich die Phase des „Nicht-wahrhaben-Wollens“. Dazu zählt die Leugnung des Problems, ein Gefühl der Versteinerung und der Eindruck, ich träume ja nur. Ja, genau so ist es. Exakt beschrieben, wie beispielsweise von Verena Kast (1989) vermerkt, siehe www.verena-kast.ch

Ich will nicht angepasst sein, meine liebgewonnen und bequemen Alltags-Gewohnheiten aufgeben, sondern mich weiterhin so bewegen, wie ich es bisher getan habe. Alle meine Jobs und Aufträge sind weg und ich bin selbstständig. Das kann ja nur ein Traum sein. Ein schlechter Traum. Ich bin sprachlos, fühle mich wirklich versteinert. Lehrbuchhaft: Ich spreche nur wenig und tue so, als wäre noch immer alles beim Alten. Und doch weiß ich, so wie früher wird es nie mehr werden. Es ist etwas Großes im Gange, eine große Veränderung, die uns alle verändern wird.

Natürlich weiß ich, dass diese Krise auch eine Entwicklungschance ist. Denn es besteht eine enge Verbindung zwischen dem schöpferischen Prozess dieser Veränderung und dem Verlauf der Krise. Und ich weiß auch, dass es beim schöpferischen Prozess – wie eben in einer Krisensituation – darum geht, die Blockierung aus Angst dadurch auf zu lösen, dass man von dem Alten Abstand bekommt. Also loslässt, um neue Möglichkeiten zu finden. Eine Reifung. Ein neuer Weg. Nur heute kann ich das noch nicht so wahrnehmen. Mal sehen, was Morgen bringt.

Fotocredit: shutterstock, von Damir Khabiro

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